September 08, 2022
Wenn wir über Ernährung sprechen, stoßen wir oft auf Informationen, die nicht ganz korrekt oder zumindest verunsichernd wirken. Finden wir gemeinsam heraus, was "saure" und "basische" Lebensmittel sind und wie sie in eine basische Ernährungsweise einzuordnen sind.
Wusstest du, dass eine basische Ernährung nicht eine basenüberschüssige Ernährung ist und umgekehrt? Zudem besteht vor allem im Bereich der basenbildenden Lebensmittel die Tendenz, die Begriffe "sauer" und "basisch" sowie den pH-Wert der Lebensmittel zu verwechseln. Aus diesem Grund halten viele Menschen die Zitrone für ein saures Nahrungsmittel, obwohl sie im Gegenteil zu einer der beliebtesten basischen Lebensmittel gehört. Erfahre nachfolgend, was saure und basische Lebensmittel sind, welche Auswirkungen sie auf den Körper haben und letztlich wie sich eine basische von einer basenüberschüssigen Ernährung unterscheidet.
Streng genommen gibt es einen Unterschied zwischen einer „rein“ basischen Ernährung und einer basenüberschüssigen Ernährung. Auf diesen möchten nachfolgend näher eingehen:
Es geht nicht darum, feste Mengen bestimmter Lebensmittel zu essen oder ein bestimmtes Körpergewicht zu erreichen und zu halten. Der Säure-Basen-Haushalt ist ein flexibler Mechanismus, der immer sein Gleichgewicht findet, solange man ihn nicht überlastet. Man kann sogar eine saure Mahlzeit ausgleichen, indem man sie mit einer rein basischen Mahlzeit ergänzt. So hat der Körper Zeit, überschüssige Säuren auszuscheiden und sein natürliches Gleichgewicht wiederherzustellen.
Lebensmittel können in sauer, neutral und basisch eingeteilt werden, je nachdem, wie sie den Säure-Basen-Haushalt des Körpers beeinflussen. Dabei ist jedoch nicht der eigene pH-Wert der Nahrungsmittel gemeint: Bezug wird auf ihre säure-, basenbildende oder neutrale Wirkung bei der Verstoffwechslung im Körper genommen. Diese konstruierte Bewertung bezieht sich also auf die Bestandteile eines Nahrungsmittels, in welche sie durch Verstoffwechslung aufgelöst wird.
Zu den neutralen Lebensmitteln gehören: hochwertige Fette und Öle wie Kokosöl, Leinöl, Kürbiskernöl, Hanföl, Olivenöl oder Butter
Basische Lebensmittel stimulieren somit bei Verdauung entweder die Basenbildung im Körper oder versorgen diesen mit basischen Mineralstoffen. Aus diesem Grund tragen sie die Bezeichnung „basenbildend“. Zur besseren Veranschaulichung wird gerne die Zitrone als Beispiel herangezogen. Diese besteht aus vielen Fruchtsäuren und Vitamin C (Ascorbinsäure), wodurch sie von Natur aus einen pH-Wert von 2,4 aufweist. Wenn jemand nun beispielsweise Zitronenkonzentrat zu sich nimmt, so wird die Fruchtsäure schnell abgebaut und die basischen Mineralstoffe Magnesium und Kalium werden aufgenommen. Es kommt in diesem Fall zu keiner Bildung von Säuren im Organismus, sondern von Basen. Es wird daher von basischen Lebensmitteln gesprochen, wenn diese durch die Verdauung und Verstoffwechslung zu mehr basischen als sauren Produkten führen.
Nachfolgend findest du eine kleine Übersicht zu basischen Lebensmitteln:
Fast alle Gemüsesorten |
Wie Karotten, Süßkartoffeln oder rohe Tomaten |
Frisches und getrocknetes Obst |
Trauben, Ananas, Nektarinen |
Kräuter |
Basilikum, Pfefferminze, Zimt |
Pilze |
Champignons, Austernpilze, Shiitake |
Sprossen und Knospen |
Alfalfa-Sprossen, Mungo-Sprossen, Radieschen-Sprossen |
Salate |
Löwenzahn, Kopfsalat, Kresse |
Nüsse |
Mandeln, Esskastanien, Walnüsse |
Keimlinge |
Dinkelkeimlinge, Gerstenkeimlinge, Weizenkeimlinge |
Getränke |
Wasser (mit oder ohne Zitronensaft), selbst hergestellte Smoothies, Kräuter-Tee |
Stark basische Lebensmittel sind dabei vor allem: Spinat, Karotten, Sellerie, dunkle Blattsalate (z. B. Rucola), Brechbohnen, Blumenkohl, Wirsing, frische Erbsen, Tomaten, Gurken, rote Rüben, weiße Bohnen und Bananen.
Andersherum führen saure Lebensmittel zu einer säurebildenden Wirkung im Körper. Sie müssen nicht geschmacklich sauer sein, was der Fall der oben erwähnten Zitrone beweist. Saure Lebensmittel sind jedoch nicht per se schlecht, es sollte vielmehr darauf geachtet werden, den Großteil (70-80%) seiner Nahrung über basische Lebensmittel abzudecken und diese mit ,,guten“ säurebildenden Lebensmitteln zu ergänzen.
Grund hierfür ist, dass ein Übermaß an säurebildenden Lebensmitteln negative Auswirkungen auf den Körper haben können. Hierdurch kann das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers gestört und eine Übersäuerung herbeigeführt werden. Infolgedessen verliert der Körper wichtige Mineralien wie Kalzium und Magnesium. Mit der Zeit kann dies zu größeren Störungen und sogar Krankheiten führen.
Säurehaltige Lebensmittel müssen jedoch nicht vollständig eliminiert werden, da sie lebenswichtige Nährstoffe liefern.
Zu den guten Säurebildnern gehören:
Dazu kommen aber andere Lebensmittel, die als schlechte Säurebildner gelten und nicht in eine basische Ernährung passen:
Getränke können auch in sauer und basisch unterteilt werden. Kaffee und schwarzer Tee zum Beispiel gehören nicht in eine basische Ernährung.
Obwohl Kaffeebohnen basisch sind, regen sie die Bildung von Magensäure stark an. Alkohol und Getränke, die Zucker oder Kohlensäure enthalten, sind ebenso nicht geeignet. Die Meinungen darüber, ob grüner Tee für eine basische Ernährung geeignet ist, gehen auseinander. Wasser ohne Kohlensäure, Kräutertees, ungesüßte Obst- und Gemüsesäfte sind erlaubt. Zum Aromatisieren des Wassers können einige Spritzer Zitronensaft oder reines Fruchtkonzentrat verwendet werden.
ERGÄNZUNG EINER BASENBILDENDEN ERNÄHRUNG
Wenn du nicht genügend basenbildende Zutaten in deinen Mahlzeiten zu dir nimmst, kann es hilfreich sein, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Auf diese Weise kann dein Körper überschüssige Säuren neutralisieren und so den Säure-Basen-Haushalt stabilisieren.
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